Hyalomma-Zecke: Neue Risiken in Deutschland

Die Riesenzecke Hyalomma marginatum auf einem Grashalm
Nahaufnahme der Zeckenart Hyalomma marginatum auf einem trockenen Grashalm

Hyalomma-Zecke in Deutschland: Vorkommen, Risiken und aktuelle Erkenntnisse

  • Hyalomma marginatum ist eine „Jagdzecke“ aus wärmeren Regionen, die in Europa ein wichtiger Überträger des Krim-Kongo-Hämorrhagischen-Fieber-Virus (CCHFV) und weiterer Erreger ist.
  • In Deutschland wird Hyalomma bislang nur sporadisch gefunden: Zwischen 2019 und 2023 wurden insgesamt 212 adulte Hyalomma-Zecken gemeldet, vor allem an Pferden.
  • Hyalomma-Zecken können Krankheitserreger übertragen, die sowohl beim Menschen als auch bei Nutz- und Haustieren – einschließlich Hunden – Erkrankungen auslösen können.
  • Klimawandel, Zugvögel und Tierverkehr können die Verbreitung von Hyalomma fördern – deshalb wird die Art wissenschaftlich genau überwacht (Stand: 2023). 
  • FRONTPRO kann als Kautablette zur Behandlung eines Zeckenbefalls bei Hunden eingesetzt werden: als sofort einsetzende und anhaltende Zeckenabtötung für einen Monat.
  • Als einziges apothekenpflichtiges Produkt hat FRONTPRO die Zulassung zum Schutz vor der Monster- oder auch Riesenzecke.

Die Riesenzecke im Überblick

Die Hyalomma-Zecke (Hyalomma marginatum) gehört zu den Zeckenarten, die Fachleute in Europa besonders aufmerksam beobachten. Sie kann verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter das Krim-Kongo-Hämorrhagische-Fieber-Virus (CCHFV), das beim Menschen schwere und teilweise tödliche Verläufe verursachen kann.1

In Deutschland wird die Hyalomma-Zecke bislang nur unter bestimmten Wetterbedingungen und meist einzeln gefunden. Gleichzeitig sprechen Klimawandel, Zugvögel und Tierbewegungen dafür, dass sich das Vorkommen in Zukunft ändern könnte. Deshalb wurde die Art in den letzten Jahren intensiv untersucht.

Die folgenden Abschnitte fassen den aktuellen Wissensstand zur Zeckenart Hyalomma marginatum in Europa und Deutschland zusammen. 

Was ist Hyalomma marginatum?

Die Hyalomma-Zecke (Hyalomma marginatum) spielt in Europa eine besondere Rolle für die Gesundheit von Mensch und Tier.

Die Art gehört zu einem weiteren Kreis eng verwandter Zecken, dem sogenannten Hyalomma-marginatum-sensu-lato-Komplex. Dazu zählen neben H. marginatum im engeren Sinne auch H. rufipes, H. isaaci, H. turanicum und H. glabrum. Diese Arten kommen in verschiedenen Regionen der Welt vor – von Afrika über große Teile Europas bis nach Südasien.¹, ²

Für Europa spielt vor allem Hyalomma marginatum eine Schlüsselrolle.¹ 

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Größenvergleich der Zeckenarten Hyalomma marginatum und Gemeiner Holzbock

Wie groß ist die sogenannte Riesenzecke?

Die Hyalomma-Zecke ist mit einer Größe von 5 bis 6 mm deutlich größer als der heimische Gemeine Holzbock und kann dank ihrer schnellen Laufgeschwindigkeit aktiv über mehrere Meter hinweg Wirte verfolgen.

Lebensweise: Zwei-Wirt-Zecke und "Jagdzecke"

Hyalomma-Arten haben eine Lebensweise, die sich klar von vielen heimischen Zeckenarten unterscheidet. Sie gehören zu den sogenannten Zwei-Wirt-Zecken: Larven und Nymphen saugen wochenlang – bis zu 28 Tage – auf demselben kleinen Wirt, meist auf Nagern, Hasen oder bodenbewohnenden Vögeln. Über Zugvögel können sie so weiter nach Norden transportiert werden. Erst als erwachsene Zecken wechseln sie auf einen zweiten, größeren Wirt wie Rinder, Pferde, Schafe oder eben auch auf den Menschen.1, 3
Hinzu kommt ein weiterer Unterschied: Hyalomma-Zecken werden häufig als „Jagdzecken“ beschrieben.3 Sie lauern am Boden und gehen aktiv auf vorbeiziehende Wirte zu, statt wie viele andere Zecken passiv auf Gräsern zu sitzen und sich abstreifen zu lassen. Dabei können sie ihren Wirt sogar bis zu rund 100 Meter weit verfolgen. Das erklärt, warum sie von Beobachtern oft als besonders schnelle und zielgerichtete Jäger wahrgenommen werden. 

Typische Lebensräume und weltweite Verbreitung von Hyalomma-Zecken

Hyalomma marginatum ist an trockene, warme Lebensräume angepasst. Die Art kommt vor allem in Steppen, Savannen sowie buschbewachsenen Hügeln und Tälern vor, in denen ein mediterranes Klima herrscht. Kennzeichnend sind eher niedrige bis mittlere Luftfeuchtigkeit sowie lange, heiße und trockene Sommer.1
Geografisch liegt der Schwerpunkt von Hyalomma marginatum in Nordafrika, Südeuropa und Teilen Asiens. Hyalomma rufipes kommt überwiegend in Subsahara-Afrika und in der Region um das Rote Meer vor, hat seinen Verbreitungsraum aber bereits in Richtung der osteuropäischen und westasiatischen Klimazone ausgeweitet.1
Die Unterscheidung zwischen H. marginatum und H. rufipes ist in der Praxis schwierig. Beide Arten ähneln sich stark in ihrem Aussehen und teilen sich teilweise ähnliche ökologische Nischen. Fachinstitutionen wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) weisen darauf hin, dass eine sichere Bestimmung ohne genaue Untersuchung oft kaum möglich ist.4 

Verbreitung von Hyalomma marginatum in Europa

Eine systematische Übersichtsarbeit, die 144 Veröffentlichungen zusammenfasst, zeigt ein klares Bild:1 Die Verbreitung von Hyalomma marginatum konzentriert sich vor allem auf die mediterranen und Balkanregionen Europas. In West-, Zentral-, Ost- und Nordeuropa wird die Art dagegen nur sporadisch nachgewiesen.
Als Wirte treten in den verschiedenen Regionen immer wieder ähnliche Tiergruppen auf. Besonders häufig werden Rinder und Vögel genannt. In Westeuropa spielen zudem Pferde eine große Rolle. In den Niederlanden betrafen fast alle Nachweise dieser Zecken Pferde.
In Mittel- und Nordeuropa wird Hyalomma häufig an Vögeln, aber auch an Pferden, Nutztieren, Hunden, Igeln und Menschen nachgewiesen. In Osteuropa kommen zusätzlich Hasen und andere Wildtiere als Wirte hinzu, und die Zecken werden auch direkt aus der Vegetation gesammelt.
Ein zentrales Ergebnis der Analysen lautet: In vielen dieser Regionen verhindern niedrigere Temperaturen und höhere Luftfeuchtigkeit bislang die Etablierung stabiler Hyalomma-Populationen. Prognosen zum Klimawandel deuten jedoch darauf hin, dass nördlich gelegene Lebensräume künftig günstiger für die Art werden könnten. 

Hyalomma-Zecke in Deutschland: Wo kommt sie vor?

Zur einheimischen Zeckenfauna gehört Hyalomma marginatum in Deutschland nicht. Dennoch wurden in den vergangenen Jahren immer wieder einzelne Tiere gefunden. Der erste dokumentierte Fall stammt aus dem Jahr 2006.5 Damals wurde ein suchendes H. marginatum-Weibchen auf der Kleidung einer Person entdeckt, die zuvor im ländlichen Raum unterwegs gewesen war. Im Jahr 2016 wurde erneut ein H. marginatum-Weibchen an der Hose eines Mannes in Tübingen gefunden.6 Dieser Fund gilt als erster gesicherter genetischer Nachweis dieser Art in Deutschland.
Spätere Erhebungen, unter anderem 2018, zeigten, dass sowohl H. marginatum als auch H. rufipes in verschiedenen Landkreisen Deutschlands sporadisch auftreten.1

Hyalomma-Zecke in Deutschland: Wie viele Funde gibt es?

Zwischen 2019 und 2023 wurden im Rahmen einer mehrjährigen Überwachung und einer Citizen-Science-Aktion insgesamt 212 adulte Hyalomma-Zecken in Deutschland dokumentiert.3
Insgesamt ergab die Auswertung der eingesandten Tiere:

  • 132 der analysierten Exemplare waren Hyalomma marginatum,
  • 43 Exemplare wurden als Hyalomma rufipes bestimmt.

Die Zecken wurden in 13 von 16 Bundesländern gefunden. Besonders viele Meldungen gab es im Jahr 2019, als 119 adulte Hyalomma-Zecken erfasst wurden. Alle Hyalomma-Funde traten in den Monaten zwischen Mai und Dezember auf, mit einem deutlichen Höhepunkt im August der Jahre 2019 und 2020. Heiße, trockene Witterung in diesen Jahren dürfte das Überleben der Nymphen und ihre Entwicklung zu adulten Zecken begünstigt haben.
Die Mehrzahl der Hyalomma-Zecken wurde an Pferden gesammelt. Daneben gab es einzelne Funde an Rindern, einem Esel, Hunden und Menschen. 
Diese Daten belegen ein wiederkehrendes, aber bislang nicht flächendeckendes Auftreten von Hyalomma in Deutschland (Stand: 2023). 

Wie kommen Hyalomma-Zecken nach Deutschland?

Zugvögel spielen eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Hyalomma: Larven und Nymphen von Hyalomma marginatum und Hyalomma rufipes können bis zu 28 Tage auf einem Vogel verbleiben und so während des Frühjahrszugs bis nach Deutschland gelangen.
Historische Arbeiten haben bereits früh darauf hingewiesen, dass die Zugrouten zwischen Afrika und Europa als Ausbreitungswege für Hyalomma-Zecken dienen.1 Neuere Untersuchungen bestätigen das: In der Region Berlin-Brandenburg wurden zum Beispiel Zecken von Vögeln gesammelt, von denen einige Exemplare dem Hyalomma-marginatum-Komplex zugeordnet wurden.7
Hinzu kommen Tierbewegungen und Handelswege. Werden etwa Pferde aus Regionen mit Hyalomma-Vorkommen importiert, können Zecken an diesen Wirten hängen und neue Gebiete erreichen.

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Infografik die zeigt, dass Hyalomma-Zecken meist aus Afrika oder dem Nahen Osten durch Zugvögel oder Tierimporte nach Deutschalnd kommen.

Wie kommen Hyalomma-Zecken nach Deutschland?

Hyalomma‑Zecken gelangen meist über Zugvögel oder Tiertransporte nach Deutschland – häufig aus afrikanischen Regionen oder dem Nahen Osten eingeschleppt.

Ist die Hyalomma-Zecke gefährlich für den Menschen?

Hyalomma marginatum spielt in Europa eine zentrale Rolle als Überträger (Vektor) des Krim-Kongo-Hämorrhagischen-Fieber-Virus (CCHFV). Dieses Virus kann schwere Krankheitsverläufe verursachen. Typischerweise beginnt die Erkrankung mit unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Fieber. In einem Teil der Fälle entwickeln sich im weiteren Verlauf schwere Blutungszeichen, etwa Hautblutungen. In Fachpublikationen wird eine Mortalität von bis zu 40 Prozent beschrieben.1
Zecken wie Hyalomma marginatum dienen dem Virus als natürliches Reservoir. Sie können das Virus beim Blutsaugen aufnehmen und über mehrere Entwicklungsstadien hinweg in sich tragen. Während Säugetiere das Virus meist nur kurze Zeit im Blut tragen – Mediziner sprechen dann von „virämisch“ – bleiben Zecken über Jahre infiziert. Menschen gelten dabei als Fehlwirte: Sie infizieren sich durch Zeckenstiche oder beim direkten Kontakt mit Blut infizierter Nutztiere oder Patienten, tragen das Virus aber nicht dauerhaft weiter.

Andere Krankheitserreger in Hyalomma-Zecken

Neben CCHFV wurden in Hyalomma marginatum in Europa zahlreiche weitere Erreger identifiziert. Dazu gehören Bakterien der Gattungen Anaplasma und Rickettsia sowie Protozoen der Gattungen Babesia und Theileria.
Besonders wichtig sind Rickettsien der Spotted-Fever-Gruppe (SFG). Sie stehen im Zusammenhang mit verschiedenen Formen von Fleckfieber. Typische Anzeichen solcher Infektionen sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Hautausschläge, kleine schwarze Krusten an der Einstichstelle und teilweise Lichtempfindlichkeit.
Mehrere Rickettsien, darunter Rickettsia aeschlimannii, R. africae, R. raoultii und R. sibirica mongolotimonae, wurden bereits in H. marginatum nachgewiesen und mit Erkrankungen wie Spotted-Fever-Rickettsiosen, African tick bite fever, tick-borne lymphadenopathy (TIBOLA) und lymphangitis-associated rickettsiosis (LAR) in Verbindung gebracht.1-7
 

Situation in Deutschland: Welche Erreger wurden gefunden?

Für Deutschland liegen mittlerweile detaillierte Untersuchungen zu eingesandten Hyalomma-Zecken vor.3

  • Alle auf CCHFV getesteten Hyalomma-Exemplare waren negativ.
  • Proben, die auf Babesia- und Theileria-Erreger untersucht wurden, waren ebenfalls negativ.
  • Dagegen konnten in 44 Prozent aller untersuchten Hyalomma-Zecken Rickettsia-Arten nachgewiesen werden, die beim Menschen Krankheiten auslösen können.

Zusammengefasst bedeutet das: In Deutschland wurden bislang keine Hyalomma-Zecken mit CCHFV oder Babesien/Theilerien nachgewiesen. Rickettsien, die beim Menschen Erkrankungen auslösen können, sind hingegen häufig.
 

Ist die Hyalomma-Zecke für Hunde und andere Tiere gefährlich?

Die wissenschaftlichen Daten zeigen, dass Hyalomma marginatum auch aus veterinärmedizinischer Sicht eine große Rolle spielt.1 Die Art wird in Europa regelmäßig auf Rindern, Pferden, Schafen, Ziegen und anderen Nutztieren gefunden, außerdem auf Wildtieren wie Hirschen, Wildschweinen, Hasen und Kaninchen. Auch Hunde werden als Wirte beschrieben.

Hyalomma-Zecken können Erreger tragen, die bei Tieren Erkrankungen verursachen. Dazu zählen Bakterien der Gattungen Anaplasma und Rickettsia sowie Blutparasiten der Gattungen Babesia und Theileria. Solche Infektionen können Fieber, Blutarmut und weitere Allgemeinsymptome bei Tieren hervorrufen.
In Deutschland wurden in den bisher untersuchten Hyalomma-Zecken keine Babesia- oder Theileria-Erreger nachgewiesen.3 Das schließt ein Risiko jedoch nicht grundsätzlich aus. Vielmehr zeigen die Daten, dass die Art prinzipiell in der Lage ist, auch bei Tieren relevante Krankheitserreger zu übertragen – insbesondere, wenn sich die Zecke in neuen Regionen dauerhaft etablieren sollte.

Zeckenschutz beim Hund: FRONTPRO

Wie bei allen Zeckenarten gilt auch für die Hyalomma-Zecke: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Ein konsequenter Zeckenschutz beim Hund hilft, das Risiko durch Hyalomma-Zecken und andere wichtige Zeckenarten zu senken.

FRONTPRO ist eine Kautablette zur Behandlung eines Zeckenbefalls bei Hunden (Dermacentor reticulatus, Ixodes ricinus, Ixodes hexagonus, Rhipicephalus sanguineus und Hyalomma marginatum). Eine Behandlung bewirkt eine sofort einsetzende und anhaltende Zeckenabtötung für einen Monat. Als einziges apothekenpflichtiges Produkt besitzt FRONTPRO die Zulassung zum Schutz auch gegen die sogenannte „Monsterzecke“ oder auch Riesenzecke Hyalomma marginatum.

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Klimawandel, Wetter und das zukünftige Risiko durch Hyalomma

Ob sich Hyalomma marginatum in einer Region dauerhaft ansiedeln kann, hängt von mehreren Faktoren ab. Studien deuten darauf hin, dass stabile Populationen vor allem dort vorkommen, wo der Sommerniederschlag niedrig bleibt und die relative Luftfeuchtigkeit etwa im Bereich von 70 Prozent liegt.1 Eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit kann die Entwicklung der Eier und Larven erheblich stören.

Der Klimawandel spielt hier eine zentrale Rolle. Steigende Temperaturen können das Überleben der Zecken verbessern und dazu führen, dass Gebiete nördlich ihrer bisherigen Verbreitungsgrenze geeigneter werden.
Für Deutschland zeigen Auswertungen der Jahre 2019 und 2020, dass Standorte mit höheren durchschnittlichen Frühjahrstemperaturen eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für das Vorkommen von Hyalomma aufwiesen als zufällig ausgewählte Vergleichsorte.3

Trotz dieser Befunde begrenzen die aktuellen klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa bislang eine dauerhafte Etablierung von Hyalomma. Die wiederholten Funde, insbesondere in Verbindung mit Zugvögeln und Einzelfunden an Menschen und Hunden, zeigen jedoch, dass das Potenzial zur Einschleppung von Erregern vorhanden ist.

Weitere häufige Fragen zur Hyalomma-Zecke (FAQ)

Wie erkenne ich eine Hyalomma-Zecke?

Die Hyalomma-Zecke (Hyalomma marginatum) ist eine große, braune Zecke mit gut erkennbaren Augen, nach denen die ganze Gattung benannt ist – „Hyalomma“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet in etwa „Glasauge“ bzw. „klares Auge“.

 

Wie groß ist Hyalomma marginatum?

Erwachsene Weibchen von Hyalomma marginatum werden etwa 5,0–6,5 Millimeter lang und können vollgesogen bis zu 20 Millimeter erreichen. Die Männchen sind mit 4,0–5,6 Millimetern etwas kleiner und besitzen einen dunklen Schild auf dem Rücken; damit zählt die Hyalomma-Zecke zu den großen Zeckenarten.

 

Wie schnell „läuft“ die Hyalomma-Zecke?

Hyalomma-Arten werden als „Jagdzecken“ beschrieben, die sich am Boden verstecken und aktiv auf vorbeiziehende Wirte zugehen. Studien nennen jedoch keine genauen Geschwindigkeitsangaben. Im Vordergrund steht die Beobachtung, dass Hyalomma den Wirt nicht nur passiv erwartet, sondern ihn aktiv aufsucht – das unterscheidet diese Zecken von vielen heimischen Arten.

Quellen zum Nachlesen

1. Celina SS, Černý J. Hyalomma marginatum in Europe: The Past, Current Status, and Future Challenges-A Systematic Review. Transbound Emerg Dis. 2025 Jul 29;2025:7771431. doi: 10.1155/tbed/7771431. PMID: 40765715; PMCID: PMC12324920.
2. Guglielmone A. A., Robbins R. G., Apanaskevich D. A., et al. The Argasidae, Ixodidae and Nuttalliellidae (Acari: Ixodida) of the World: A List of Valid Species Names. 2016;2528 doi: 10.5281/zenodo.196488. Zootaxa. 
3. Chitimia-Dobler L, Springer A, Lang D, Lindau A, Fachet K, Dobler G, Nijhof AM, Strube C, Mackenstedt U. Molting incidents of Hyalomma spp. carrying human pathogens in Germany under different weather conditions. Parasit Vectors. 2024 Feb 19;17(1):70. doi: 10.1186/s13071-024-06175-y. PMID: 38374119; PMCID: PMC10877930.
4.ECDC. Hyalomma marginatum—Factsheet for Experts. https://www.ecdc.europa.eu/en/disease-vectors/facts/tick-factsheets/hyalomma-marginatum .
5. Kampen H, Poltz W, Hartelt K, Wölfel R, Faulde M. Detection of a questing Hyalomma marginatum marginatum adult female (Acari, Ixodidae) in southern Germany. Exp Appl Acarol. 2007;43(3):227-31. doi: 10.1007/s10493-007-9113-y. Epub 2007 Oct 19. PMID: 17952610.
6. Oehme R., Bestehorn M., Wölfel S., Chitimia-Dobler L. Hyalomma marginatum in Tübingen, Germany. Systematic and Applied Acarology . 2017;22(1) doi: 10.11158/saa.22.1.1.1 
7. Rumer L, Graser E, Hillebrand T, Talaska T, Dautel H, Mediannikov O, Roy-Chowdhury P, Sheshukova O, Donoso Mantke O, Niedrig M. Rickettsia aeschlimannii in Hyalomma marginatum ticks, Germany. Emerg Infect Dis. 2011 Feb;17(2):325-6. doi: 10.3201/eid1702.100308. PMID: 21291625; PMCID: PMC3204748.